Zahnspangen


1. Herausnehmbare Zahnspange

Die Behandlung mit herausnehmbaren Zahnspangen erfolgt bei Kindern und Jugendlichen während der Wachstums- und Zahnwechselphase. Das Einsatzgebiet reicht von der Platzbeschaffung, der transversalen Nachentwicklung des Oberkiefers bis hin zur Therapie mit funktionskieferorthopädischen Geräten, wobei die natürlichen körpereigenen Muskelkräfte zur Umformung von falschen Bisslagen und Zahnfehlstellungen ausgenutzt werden.
In unserer Praxis kommen verschiedene Modelle von herausnehmbaren Zahnspangen zur Anwendung, wie z.B. Bionator (nach Balters), Funktionsregler (nach Fränkel), Doppelvorschubplatten, aktive Platten, Twin-Block (nach Clark) und andere Geräte. Die Geräte werden individuell für jeden Patienten angefertigt, auf Wunsch auch in der Lieblingsfarbe. Die Behandlung mit herausnehmbaren Apparaturen erfordert viel Mitarbeit und Disziplin, da die Geräte mindestens 14 Stunden am Tag getragen werden müssen und einige Geräte vom Patienten selbst nachgestellt werden. Der korrekte Sitz der Zahnspangen wird alle 6- bis 8 Wochen bei einem Kontrolltermin überprüft.

Herausnehmbare Zahnspange

Ganzheitliche Kieferorthopädie
Neben einer Vielzahl verschiedener funktionskieferorthopädischer Geräte zählt der Bionator "Kau-Turn-Gerät" zu den bekanntesten Therapiegeräten der ganzheitlichen Kieferorthopädie. Diese herausnehmbaren Geräte nutzen die Reifungs- und Entwicklungsprozesse von Gesicht und Mund aus, um die regelrechte Entwicklung von Atmung, Sprache und Körperhaltung zu unterstützen. Die Bionatoren können insbesondere Fehllagen des Unterkiefers korrigieren und durch den positiven Einfluss auf die Halswirbelsäule bewirken sie häufig die Aufhebung von Atemstörungen.

Ganzheitliche Kieferorthopädie

2. Festsitzende Zahnspange

Mit der festsitzenden Zahnspange (Multiband, Bracket-Bogen-System) ist es möglich auch schwerere Zahn- und Kieferfehlstellungen zu korrigieren. Brackets sind kleine Metall- oder Keramikplättchen, die mit einem Spezialkunststoff auf den Zähnen im permanenten Gebiß befestigt werden. Im Bracket ist ein kleiner Schlitz eingearbeitet, in den ein Bogen eingelegt wird. Durch das Zusammenwirken von Bracket und Bogen wird die Bewegung der Zähne ermöglicht. Im Gegensatz zu herausnehmbaren Apparaturen ist eine Korrektur von umfangreichen Zahnrotationen, Achsenfehlstellungen, Lückenschluß, Verkürzung und Verlängerungen von Zähnen möglich, so dass in Bezug auf Okklusion und Ästhetik ein optimales Ergebnis erzielt werden kann.
In unserer Praxis arbeiten wir ausschließlich mit der Straight-Wire-Apparatur. Bei dieser modernsten Version der Multibandapparatur werden vorprogrammierte Brackets und superelastische Bögen verwendet. Es müssen weniger Drahtschlaufen eingebogen werden, und die Zähne werden weniger beansprucht als bei herkömmlichen, unprogrammierten Brackets. Ein präziseres Ergebnis wird mit dieser Version schneller erzielt. In Abhängigkeit der therapeutischen Aufgaben dauert die Behandlung mit Brackets 1,5 – 2,5 Jahre. Während dieser Zeit muss die Apparatur alle 4 bis 6 Wochen kontrolliert werden.

Damon-Technologie (selbstligierend/ohne Gummi-Ligaturen)

Damon-Q-Bracket (metallfarben):
Die Damon-Technologie gehört zu den innovativsten Behandlungsmethoden in der Kieferorthopädie. Das in unserer Praxis verwendete Bracket-System ist das Damon-Q-Bracket (metallfarben) und das Damon-Clear-Bracket (zahnfarbend). Die selbstligierenden Damon-Brackets sind besonders klein und haben glatte abgerundete Kanten für mehr Komfort und Ästhetik und vermitteln ein angenehmes Tragegefühl. Durch den intelligenten Schiebemechanismus sind sie im Vergleich zu den herkömmlichen Systemen besser zu pflegen, da sie ohne die herkömmlichen Gummiligaturen (typischen Schmutz- und Bakterienfänger) zum Halten der Drähte auskommen. Weiterhin kann aufgrund der fehlenden Gummis und der somit geringeren Reibung (Friktion) die Korrektur der Zahnfehlstellung mit geringeren Kräften erfolgen. Eine sanftere und somit schmerzarme Behandlung. Die Zähne werden in Synergie mit den Gesichtsmuskeln und der Zunge sanft in die korrekte Position gebracht. Die Tragezeit ist häufig im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren reduziert.

Damon-Q-Bracket

Damon-Clear-Bracket (zahnfarben):
Dieses zahnfarbene lichtdurchlässige Keramikbracket gilt in der Zahnkorrektur als besonders ästhetische Variante und vereint die oben beschriebenen Vorzüge der selbstligierenden Technik (Funktionalität und Ästhetik). Dieses Bracket-System kommt somit ohne die herkömmlichen Gummiligaturen zum Halten der Drähte aus. Die Keramik verfärbt sich nicht und bekommt keine Flecken. Damit ist die Optik am Ende der Behandlung noch genauso gut wie zu Beginn.


Keramik-Bracket-System (zahnfarben):
Die in unserer Praxis verwendeten Keramikbrackets besitzen neben einer herausragenden glasartigen Transparenz auch hervorragende funktionelle Materialeigenschaften. Die Keramikbrackets genügen den höchsten ästhetischen Anforderungen, da sie selbst bei längeren Behandlungen nicht verfärben, da Keramik keine Farbstoffe aus Kaffee, Tee oder Nikotin aufnehmen kann.

Keramik-Bracket-System

Konventionelles Bracket-System (metallfarben/ mit Gummi-Ligaturen):
In unserer Praxis werden weiterhin auch noch die konventionellen Brackets angeboten, die zum Halten der Drähte Gummi-Ligaturen benötigen. Wir verwenden bei diesem System hochmoderne superelastische NiTi-Drähte, um die auf die Zähne wirkenden Kräfte zu reduzieren. Auch mit diesem System kann eine ausreichende Korrektur von Zahnfehlstellungen durchgeführt werden.

Konventionelles Bracket System

3. Unsichtbare Zahnspange

Die Nachfrage nach unauffälligen und ästhetischen Behandlungsmethoden wird immer größer. Es gibt inzwischen mehrere Methoden, Zähne effektiv und unsichtbar zu bewegen. Unsichtbare Zahnspangen sind für Patienten geeignet, für die aus ästhetischen, oft auch beruflichen Gründen, eine sichtbare Zahnspange nicht in Frage kommt.

Lingualtechnik (Incognito):
Bei der Lingualtechnik wird die gesamte feste Zahnspange auf der Innenseite der Zähne befestigt. Die Apparatur ist damit von außen nicht zu sehen. Die Lingualbrackets werden nach vorheriger Abdrucknahme für jeden Patienten individuell gefertigt und in einem speziellen Klebeverfahren an der Zahninnenseite befestigt. Auch die für die Zahnbewegung erforderlichen Bögen werden individuell hergestellt. Die Eingewöhnungszeit ist etwas länger als bei der konventionellen Multibandapparatur. Das Incognito-System verwendet extrem flache Brackets, sodass die Zungenirritationen und Sprechbeeinträchtigung in der Anfangsphase nur gering ausfallen. Dieser Umstand wird jedoch aufgrund der absoluten ‘Unsichtbarkeit‘ von den Patienten gern akzeptiert.
Dr. Kock ist zertifizierter Kieferorthopäde für das Incognito-System.

Lingualtechnik

Behandlung mit Clear-Aligner:
Mit dem Clear Aligner System werden die Zähne mittels maßangefertigter, transparenter, hauchdünner und herausnehmbarer Schienen (den sogenannten „Aligner“) bewegt. Diese Methode ist in Bezug auf Ästhetik, Tragekomfort, Möglichkeit zur Zahnreinigung und Nicht-Beeinflussung der Sprache unübertroffen. Die Aligner werden nach computergestützter Planung des Behandlungszieles individuell für den Patienten hergestellt und 22 Stunden/Tag getragen. Nach ca. 7 Tagen werden die Aligner gewechselt. Eine Besonderheit der Methode ist, dass jede Zahnbewegung durch die Abfolge von drei Aligner mit unterschiedlicher Elastizität erfolgt. Je nach therapeutischen Aufgaben erstreckt sich die Behandlungszeit über 10-24 Monate. Eine Aligner-Behandlung ist bestimmten Zahnbewegungen vorbehalten. Es ist eine Behandlungsmethode zur Korrektur von leichteren Zahnfehlstellungen. Umfangreiche körperliche Bewegungen, besonders in vertikaler Richtung, sind mit dieser Methode nicht zu erzielen. Ob die Korrektur der bei Ihnen vorliegenden Fehlstellung mit Alignern möglich ist, ermitteln wir in einem persönlichen Gespräch!

Clear-Aligner